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Sonntag, 12. Januar 2020

Können wir uns ändern? Wie gut soll ich noch werden..?
Ein Streben nach übertriebenen Ansprüchen, aus dem ständigen Vergleich der Medien für den Schönheitswahn oder dem wachsenden Gesundheitsmarkt?

Was würden wir am liebsten an uns ändern? Wollen wir disziplinierter, geduldiger, selbstbewusster werden, um mehr Gesundheit zu erhalten? Der Markt boomt mit Angeboten, ein Milliarden Geschäft für die Selbstoptimierungsindustrie. Lange gingen Psychologen davon aus, dass sich der Charakter eines Menschen im Erwachsenenalter kaum mehr wandelt, damit lagen sie falsch, es ist vielmehr unwahrscheinlich, dass jemand heute exakt die gleiche Person ist wie vor zehn Jahren. Wir durchlaufen im Leben mehr oder weniger starke Wandlungen, ob wir dies bemerken oder nicht. Unser Charakter entwickelt sich unaufhörlich durch individuelle Muster von Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen, sowie ein Wechselspiel von Genen und Erfahrungen. Aber wie können wir uns gezielt und willentlich verändern? Dafür muss laut der Psychologen folgendes erfüllt sein: Man muss sich wirklich ändern wollen (Motivation) – Man muss eine Veränderung für möglich halten – Man muss den Wunsch in konkretes Verhalten umsetzen, das im Lauf der Zeit zur Gewohnheit wird. Dafür sollte man sich bewusst Situationen aussetzen, die einen aus der eigenen Komfortzone und alten Glaubenssätze locken, wie z.B. Gegenstände mit runden Rücken heben oder Kniebeugen sind nicht schädlich für die Knie. Auch wenn diese Gedanken im ersten Moment Unbehagen bereiten. Eingeschliffene Verhaltensweisen lassen sich nicht einfach umstellen, es erfordert an Überwindung und Arbeit, alte Gewohnheiten zu ändern und neue zu etablieren. Das kann anfangs sehr anstrengend sein, aber neben dem Wunsch nach Veränderung, ist auch Handeln erforderlich. Je mehr Aufgaben umgesetzt werden, desto stärker entwickelt man sich in die gewünschte Richtung. Zum Beispiel Sonntags zwei bis drei Verhaltensübungen einplanen, die zum ausgewählten Ziel passen und von denen eine täglich umgesetzt wird (Gegenstände mit runden Rücken heben oder 5 Minuten Atemübung). Mit individuell formulierten „Wenn-dann-Regeln“, z.B. …,wenn ich 20 Kniebeugen gemacht habe, kann ich 10 Minuten bei Facebook gucken. Oder die Vergabe von festen Terminen, z.B. 3 x Woche, um 17 Uhr gehe ich zum Sport. Somit können Verhaltensänderungen optimal in den Alltag integriert und jeden Abend das Verhalten reflektiert werden. Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten betonen immer wieder, dass es nötig ist, aus der Komfortzone auszubrechen und sich so zu verhalten, wie man es eigentlich nicht tun würde. Das ist nicht immer angenehm, aber nur so kann sich tatsächlich etwas verändern.
Psychologen raten genau zu hinterfragen, warum man sich verändern will. Ist es wirklich der eigene Wunsch, oder versucht man, den Ansprüchen anderer zu genügen?
In Zusammenarbeit mit einer Psychologin helfe ich euch gerne bei der Umsetzung eurer Veränderungswünsche.